#dowhatyoucant


DO WHAT YOU CANT

Vor einigen Wochen bin ich auf eine sehr witzige, wie berührende Werbung gestossen. An sich ein Genre dem ich nicht viel abgewinnen kann. Das Spiel mit dem Selbstwert. Mit der Illusion dass es noch eine viel schönere, bessere, vollkommenere Version von uns gibt, würden wir denn noch das ein oder andere besitzen und konsumieren. Hätten wir das allumfassende Vertrauen dass wir bereits wunderbar sind wie wir sind würde der gesamte Konsum von heute auf morgen einbrechen und das Spiel mit unserer vermeintlichen Unzulänglichkeit enden. Nun aber gut, das greift zu weit. 

So mag es gerade mit diesem Hintergrund abwegig erscheinen dass ich eine solche nun zitiere. Vielmehr. Sie hat mich berührt. Und sie hat in meinem Herz wie Hirn einige Tage danach weitergewirkt. Und so hängt der Slogan eben dieser nun über meinem Piano.

Es ist die Geschichte von einem Strauß.

Mitten in einer Steppe auf einem Tisch liegend (warum auch immer dieser dort steht- er steht dort eben) findet er eine dieser virtual reality Brillen, die er aus Neugierde aufsetzt und sich fliegend inmitten unendlicher Freiheit wiederfindet.

Da die Flügel eines Straußes zum Fliegen nicht gemacht sind, er dennoch glaubt zu fliegen, rennt er wie wild mit seinen Flügeln schlagend aufgeregt und unermüdlich durch die Steppe. Tag aus, Tag ein. Vorbei an seiner Herde die nur müde und belächelnd den Kopf schüttelt. Nach einiger Zeit endlosem Hin und Herrrennen, Hinfallen und wieder Aufstehen, breitet er eines Morgens seine Flügel aus und beginnt zu fliegen....


(c) photo: martin domkar
(c) photo: martin domkar

#dowhatyoucant

Diese Geschichte hat für mich all die Fäden zusammengeführt und angesprochen die sich tag ein, tag aus in meinem Kopf vernetzen. Mich motivieren. Mich hemmen. Mich zweifeln.. Mich weitergehen lassen.

 

 

 

Ich habe nachdem ich die Geschichte gesehen habe noch lange darüber nachgedacht und sie hat in mir

einige Zeit nachgewirkt.

Wie oft beschränken wir uns und unsere Fähigkeiten selbst?

Wir wissen oft sehr genau was wir können, vor allem aber was wir nicht können.

Anstatt die Dinge zu tun die wir so gerne machen möchten oder sie zumindest zu versuchen beginnen

wir oft erst gar nicht. Schon bevor wir anfangen denken wir an das beste und perfekteste Endergebnis.

Darüber wie es werden und sein soll... vergleichen uns mit anderen die (in unserer Augen) schon dort sind. Und so erscheint das Ziel so weit weg und so schwierig zu erreichen das wir oft einfach stehenbleiben aus Angst zu versagen.

Jeder kennt also die Allerweltssätze 'Schritt für Schritt' oder...ebenso ein Klassiker 'machs einfach, just dooo it' (mmhhh.... langweilig!)....ist also nichts neues.

Als ich diese Werbung also angesehen habe kamen mir dabei drei Gedanken.

Der erste war: der Strauß hat sicher nicht ans Endergebnis gedacht eben weil er sich schon fliegend gesehen hat. Er hatte einen Mords Spaß dabei  - obwohl nichts anderes passiert ist als das er eigentlich erstmal nur wild rennend  die Steppe durchquert hat. Der zweite Gedanke war: do what you cant. Indem du egal was - hauptsache etwas tust was du noch nicht kannst, probierst, versuchst, bist du schon dabei neue Schritte zu gehen, bist du schon dabei neues zu lernen, bist du schon dabei und mitten drin im Versuchen. Und das führt wiederrum zu weiteren Versuchen. Daraus ergibt sich deine Wandlung, daraus ergibt sich dein Weg und rückblickend sind es dann genau diese Wege die zum Ziel führen....

 

so. grow and try. fail. push. cry. get lost. be. get better. get found. from you. change. live. fight. resist. get trough. be patient. with you... <3


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